Cursor: Mein neues Schweizer Taschenmesser
War skeptisch. Wieder ein KI-Tool, das alles besser können soll. Aber nach ein paar Wochen mit Cursor sag ich: das hier ist anders.
Cursor ist ein Fork von VS Code. Optik vertraut, unter der Haube ein KI-Copilot der nächsten Klasse. Unterschied zu Copilot und Co.: Cursor denkt mit. Nicht nur Zeile für Zeile, sondern das ganze Projekt.
Mein Workflow: Plan, Research, PRD, Go
Bevor eine einzige Zeile Code geschrieben wird: Plan-Modus. Ich beschreib was ich bauen will, grob, in Prosa. Der Agent strukturiert, fragt zurück, zeigt Lücken auf. Kein Prompt Engineering. Gespräch.
Parallel recherchier ich: Welche Libraries gibt’s? Was ist State of the Art? Fertiges Docker-Image? Alles ab ins Kontext-Feld. Dann ein kurzes PRD (Product Requirements Document), eine Seite reicht. Was soll das Ding können, was nicht, welche Constraints.
Dann: Agenten-Modus. Los. Cursor legt los. Erstellt Dateien, schreibt Configs, baut Struktur. Ich beobachte, korrigier, lenke nach. Boilerplate tippe ich nicht mehr.
Was das konkret verändert
Services aufsetzen, Docker-Compose-Stacks bauen, Skripte schreiben. Sachen, die früher eine Stunde Recherche und zwei Stunden Gefummel waren, sind heute Minuten-Sache. Nicht weil Cursor zaubert, sondern weil der Loop aus Idee, Entwurf, Feedback, Iteration brutal schnell geworden ist.
Vibe Coding (intuitiv, explorativ, ohne starren Plan) funktioniert mit Cursor besser als mit allem anderen, das ich kenne. Ich denk laut, Cursor denkt mit, das Ergebnis überrascht mich oft positiv.
“Noch nie war es leichter, eine Idee von null auf lauffähig zu bringen. Egal ob kleines Skript, Docker-Stack oder ganze Applikation.”
Fazit
Cursor ist kein Ersatz fürs Denken. Aber der beste Hebel, den ich aktuell kenne, um aus Denken schnell was Greifbares zu machen. Wer noch mit blankem VS Code oder reinem Copilot arbeitet: probiert’s aus. Der Plan-Modus allein ist den Wechsel wert.